16 Januar 2012
03 Januar 2012
kein titel
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| tree in turkey |
Ich fahre rückwärts durch diese Stadt,
von der ich dachte sie hielte etwas bereit
für mich, Tochter großer Männer,
die särgeweise vergangene Zeit,
erdene Verwurzelung und gefüllte Mägen
tragen und mir durch meine Augen sagen,
wer ich bin und woher ich kam,
wohin ich gehen müsse, solle, doch weder fragen,
was ich wolle, brauche und sei.
Eine Nomadenseele allein in dieser Stadt,
die bitterlich schreit nach einem Pfahl
an dem sie ihr Zelt befestigen und rasten,
des Daseins Süße ergreifen und fassen,
den Staub schmecken und begreifen
will und ewig will; Verrat übt an ihrem Mal,
geprägt von Müttern in gehülltes Schweigen,
die Lasten tragen und Leben schenken,
doch nicht mehr als ein Staubkorn bleiben.
Wohin mit mir in deiner Stadt,
von der ich dachte sie hielte dich bereit
für mich, Tochter großer Träumereien
die gedankenweise zu dem Einen,
leicht wie Laubwerk tänzelnd schritt,
durch Straßen, Gassen und Regenrinnen,
eine Weise singend und befreit sich sann,
das Aufkommen des Glückes kostend begann
zu begreifen, dass du geerdeter Baum,
der Pfahl hättest sein können.
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28 Dezember 2011
Today I felt a bit like the Estonian Flag*
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24 Dezember 2011
07 November 2011
As Colourful As Chalk
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| Chalk painting in a class room in the Media University Stuttgart |
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| me @ work |
This is dedicated to her and everyone who tries to fight stereotyping. Hope you show some mercy for me this time. God bless^-^
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26 Oktober 2011
no time no friendship no love
Passend zu einem Anflug nihilistischer Stimmung habe ich dieses alte Bild herausgekramt, gemalt vor einigen Jahren. Damals, an einem Scheideweg in meinem Leben, waren die Gegensätze meiner Existenz deutlich zu spüren. Einige waren nur Befürchtungen, nicht eingetretene Ängste. Wieviel davon hat mich eingeholt und mich aus einer dunklen Vorahnung heraus in Schwärze gehüllt? Ich warte auf ein Wunder Gottes; der Menschen; ein selbstgeschaffenes..
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Apposite to the touch of a nihilistic mood I've dug out this old picture, painted a few years ago. At that time, at a crossroads in my life, the contrasts of my existence were oh so palpable. Some were just fears, not occurred yet. How much of it has caught up with me and presentimental wrapped me in blackness? I'm waiting for a miracle of God, the people, a self-created one ..
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24 Oktober 2011
Baby show me the world!
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| little baby with an anatolian shepherd dog |
This super cute photo is from the blog The Family without Borders. Together with their two daughters, they decided to live the life they always dreamt about. In 2010 they made a 6-months long road trip Around the Black Sea and through the Caucasus to the Caspian Sea and back to Berlin. Right now they are on the Between the Oceans Tour through Central America from Mexico down to Panama, starting on 18th of October 2011. Maybe they can teach us how to travel as a young couple with a bunch of toddlers and still be so cool ^-^
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05 Oktober 2011
hometown love
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| hometown by night // photo: Murat Kurt |
Ich liebe meine Heimatstadt. Es ist eine verbotene Liebe, denn nichts an ihr scheint dieser Liebe würdig. Ich glaube sogar, dass ich mich für sie schäme. Die Menschen hier sind derbe wie ein zu hart gebratenes Stück Fleisch, das man weder zerkauen, noch schmerzfrei runterschlucken kann. Sie ist eine Stadt aus Stahl und grauem Unmut, der sich morgens über die schlecht asphaltierten Straßen legt. Doch kaum einer bemerkt es. Man schläft länger hier, weil die Arbeit nicht ruft. Man schläft länger hier, weil das Leben nicht pulsiert. Man schläft länger hier, weil die Träume in meiner Stadt nur im Schlaf existieren. Doch gefällt mir ihre gleichgültige Trägheit. Sie hat es fertig gebracht, die Fragmente der Vergangenheit zu konservieren. Wenn die Kleidung der Menschen wirkt wie aus dem letzten Jahrzehnt, fühle ich mich für einen Augenblick nicht von der Postmoderne überholt. Fast scheint die Stadt mit ihren Bewohnern unabhängig von Mode und Moderne. Vielleicht in einigen Jahren, ja wenn nicht sogar jetzt, wird sich meine Stadt nicht von allen anderen Städten unterscheiden. Wir haben kein kulturelles Erbe, keinen politisch wichtigen Standort oder gar prächtige Architektur. Vor der konsumorientierten Gleichschaltung sind auch wir nicht gefeit. Wir haben bereits ein Starbucks, H&M, McDonalds und ein Einkaufszentrum. Welche Stadt sind wir? Meine Liebe zu dieser Stadt ist nicht nur verboten, sie ist auch hoffnungslos. Hoffnungslos wartend. Sie wartet auf den rußbedeckten Spielplätzen im Norden, wartet am nackten bunten Geier, wartet an einer Trinkhalle, wartet am Ufer des Rheins, wartet auf den totgelegten Fabrikgeländen, wartet vor der Kirche und der Hinterhofmoschee, wartet am Bahnhof mit den Pennern und im Rotlicht mit den Huren. Worauf wartet sie? Vielleicht darauf, dass jemand sie doch lieben möge. Morgen schläft sie wieder lange in den Tag hinein und träumt von einem besseren Leben. Ich liebe meine Heimatstadt. Nur schade, dass sie es niemals erfahren wird.
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I love my hometown. It is a forbidden love, because it seems that it is not worth of this love. I even believe that I am ashamed of it. The people here are rough like a hard piece of steak, which you can neither chew, nor swallow pain free. It is a city of steel and gray resentment, which lies down in the morning on the ill-paved streets. But nobody seems to notice. Here you sleep longer, because the work does not call. Here you sleep longer, because life does not pulsate. Here you sleep longer, because the dreams in my town only exist while sleep. Yet I like its indifferent inertia. It has managed to preserve the fragments of the past. If the peoples style looks like from the past decade, for a brief moment I don't feel overtaken by postmodernism. Subtly the city and its residents seem regardless of fashion and modernity. Maybe in a few years, even if not now, my city won't be different from all other cities. We have no cultural heritage, nor politically important location or even magnificent architecture. Against the consumerist uniformity we are not immune. We already have a Starbucks, H & M's, McDonalds and a shopping center. What city are we? My love for this city is not only forbidden, it is hopeless. Hopelessly waiting. It is waiting on the playgrounds covert in soot in the north, waiting at the naked colorful vulture, waiting at a kiosk, waiting on the banks of the Rhine, waiting by the unproductive factory sites, waiting outside the church and the courtyard mosque, waiting at the station with the bums and in the red light with the whores. What is it waiting for? Perhaps that someone eventually might love her. Tomorrow she will be sound asleep and dream of a better life. I love my hometown. A pity that she will never know.
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30 September 2011
I am not, but I could have been
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| wonderful painting by karrariraq |
Ich könnte alles sein. Eine Italienerin, Spanierin, Kroatin, Syrerin, Türkin, Israelin oder Bayerin. Auch eine Kurdin könnte ich sein. Denn wer vermag die Merkmale dieser Ethnien und Nationalitäten, die manchmal nur Neologismen des 20. Jahrhunderts sind, zu benennen und voneinander zu unterscheiden? Vielleicht ein seniler alter Mann, Mitglied der ältesten Partei Deutschlands und stotternder Polemiker mit dreisten Lügen im Gepäck? Freilich gibt es kulturelle und sprachliche Merkmale die unterscheiden. Unterschieden werden wollen, um jeden Preis. Denn der Andere gehört nicht zu uns. Oft habe ich in meinem Leben gespürt dieser Andere zu sein. Erst nach meinem optischen Untertauchen in der sogenannten Mehrheitsgesellschaft war ich zum ersten Mal seit vielen Jahren einer von Vielen. Nicht der Andere auf den ersten Blick. Ich arbeite für einen der größten Fernseh- und Rundfunksender Europas. Größe scheint aber nicht jeder in diesem Unternehmen inne zu haben. Kürzlich, nach dem Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara, ereignete sich folgendes an der neuen Sicherheitsschleuse:
Ich: "Komisch, die Tür scheint nicht aufgehenzuwollen."
Erste Frau: "Das ist die neue Sicherheitsschleuse, da muss die hintere Tür erst zu sein, damit die aufgehen kann."
Ich: "Das ist ja komisch, war vorher ja nicht so. Woran das wohl liegen mag.."
Zweite Frau: "Das ist wegen den Kurden."
Ich: "Bitte, was haben Sie gesagt? Wegen welchen Kurden?"
Zweite Frau: "Ja wegen den Kurden glaub ich."
Erste Frau: "Genau, die Taliban lauern überall!"
(Schallendes Gelächter beider Frauen, die Tür geht auf.)
Ich: "Tja, wegen den Kurden kann es wohl nicht sein. Die Tür geht ja auf und zufällig BIN ich Kurdin."
Beiden Frauen blieb ihr dümmliches Lachen im Halse stecken und unter Entschuldigungen und beschämten Blicken verließen wir das Gebäude. Ich habe nur müde gelächelt und genickt. Ich bin keine Kurdin, aber ich hätte es in diesem Moment sein können.
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I could be anything. An Italian, Spanish, Croatian, Syrian, Turkish, Israeli, or Bavarian. I could be a Kurd. Who can designate and distinguish the characteristics of these ethnic groups and nationalities, which sometimes are neologisms of the 20th Century, from each other? Of course there are cultural and linguistic characteristics to distinguish. They want to be distinguished at any rate. Because the Other is not one of us. Often in my life I have felt how it is being the Other. After my optical immersion in the so-called mainstream society, it was the first time in many years that I wasn't the Other at first sight. I work for one of the biggest television and radio stations in Europe. Size is not everything, cause not everyone does seem to have greatness in this company. Recently, after the attack in the Turkish capital Ankara, the following occurred at the new security gate at work:
Me: "Oh, the door doesn't seem to open."
First woman: "This is the new security gate, the first one must be closed, so the second one can open."
Me: "Interesting, was not like this before. I wonder why.."
Second woman: "It's because of the Kurds."
Me: "Pardon, what did you say? Because of the Kurds?"
Second woman: "Yes because of the Kurds, I guess."
First woman: "Exactly, the Taliban are everywhere!"
(Roar of laughter of both women, the door opens.)
Me: "Well, obviously it can not be because of the Kurds. The door opens and coincidentally I am a Kurd. "
Both women choked on their stupid laugh, they apologized and eshamed they left the building. I just smiled and nodded wearily. I'm not Kurdish, but I could have been at this moment.
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08 September 2011
Today I felt a bit like Forrest Gump*
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